FÜR EINE BESSERE SB/H-PLEGE IN BOLIVIEN

17 Oktober 2016

In enger Zusammenarbeit mit der IF Mitgliedsorganisation APEBI in Argentinien unterstützt Child-Help alle Bemühungen, Elternorganisationen in Lateinamerika zu stärken. Bei einem Arbeitsbesuch in Bolivien machten Eltern und Fachkräfte auf viele Hindernisse aufmerksam, die den Zugang zur Behandlung und Pflege von Spina bifida und Hydrocephalus-Betroffenen erschweren. In ihrem Bericht spricht sich Elena Zappoli für die folgenden Empfehlungen aus, die eine grundlegende Veränderung der Situation herbeiführen sollen:

  • Unterstützung bei der Errichtung einer fachübergreifenden Station für Patienten mit Spina bifida und Hydrocephalus im Kinderkrankenhaus von Cochabamba. Dies beinhaltet nicht nur die Schulung von Fachkräften, sondern auch die Nutzung verschiedener Kommunikationsmittel, die Erstellung von Leitlinien sowie das Vermeiden unnötiger Transporte/ Fahrten für Patienten. „Meines Wissens nach können Fachkräfte gezielt geschult werden, um ihr pädiatrisches Wissen zu erweitern. Einige kurze und praktische Schulungen können auch durch andere Regionen abgedeckt werden. Pflegefachpersonal sollte daher ebenso die Verantwortung für die Verteilung von Leitlinien aus den Fachbereichen Urologie, Orthopädie und Kinesiologie in gedruckter Form übernehmen.“, hebt Zappoli hervor.
  • Unterstützung der Elterngruppe, deren Aufgabe es ist, anderen hilfesuchenden Eltern mit Rat zur Seite zu stehen. Diese Gruppe sollte hauptsächlich mit Eltern und Pflegefachpersonal arbeiten. Sie sollen zudem motiviert werden, einen intensiven Kontakt zum Gesundheitsministerium aufzubauen.
  • Zumindest in Chochabamba sollten beide Gruppen, Eltern und Pflegefachpersonal, mit dem „La Casa de los Niños“-Verband kooperieren. „Ich bin fest davon überzeugt, dass es wichtig ist dass die Stiftungsarbeit wertgeschätzt wird“, so Zappoli.
  • Anpassung des SHIP-Passes, (falls notwendig) Einbeziehung der Krankenakte bzw. des ärztlichen Befunds. Ein vollständiges Exemplar sollte im Krankenhaus aufbewahrt werden, eine verkürzte Ausführung sollten die Eltern erhalten, um diese anderen behandelnden Ärzten vorzeigen zu können.
  • Permanente Verfügbarkeit von Shunts, so dass jeder Fall behandelt werden kann, ohne dass die Patienten unnötig warten oder transportiert werden müssen. Der Lagervorrat sollte (Schätzungen zufolge) bis zu 70 Shunts pro Jahr beinhalten, während der Bedarf halbjährlich von den Ärzten bewertet werden muss.
  • Kontinuierliches Angebot von Schulungen im Bereich Kontinenz-Management.

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