“Weinende Steine für schlafende Engel”

01 April 2019

Wenn Eltern die Krankenhausrechnung für ihr verstorbenes Kind nicht bezahlen können, gibt das Krankenhaus den Körper nicht frei und er wird verbrannt. Die Eltern können ihr Kind dann nicht begraben und haben keinen Ort zum Trauern. In den meisten Entwicklungsländern erhalten diese Kinder nicht die entsprechende medizinische Versorgung, die nötig wäre, um ihnen einen fairen Start in ihr Leben zu ermöglichen. Die Todesursache ist also eine unzugängliche oder versagende Gesundheitsversorgung.

Dies sind die Gründe, warum Elern in Mwanza Pierre Mertens in der Rolle als Künstler gebeten haben, ein Monument zu kreieren – für all die Kinder mit Spina bifida und Hydrocephalus, die auf ihrem Weg zu einer medizinischen Versorgung gestorben sind.

Die Arbeiten wurden Ende März ausgeführt. Inzwischen kann bereits 27 verstorbenen Kindern gedacht werden. Pierre Mertens hat das Monument “Weinende Steine für schlafende Engel” genannt.

Das Monument liegt in Mwanza am Viktoriasee auf einem Friedhof inmitten der Berge. Die Landschaft wird von großen Felsen bestimmt. Sie wirken, als ob sie von Riesen aus einer anderen Zeit angesammelt worden wären. Es ist eine rauhe Umgebung – hier werden Steine plötzlich zu Felsbrocken. Eltern sind eingeladen, einen Stein für ihr verstorbenes Kind auszuwählen und den Namen in einen Tropfen Siegellack zu gravieren. Diesen Stein bringen sie dann zum Friedhof. Auf einem Felsen steht auf Suhaeli “Malaika Warmelala” (schlafende Engel). Auf diesemn Felsen werden die Erinnerungssteine angeordnet. So werden die Kinder Teil der Landschaft, und die Eltern finden einen Ort zum Trauern.

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