Spina bifida

Stellen Sie sich einen herkömmlichen Reißverschluss vor. Fehlt auch nur ein Zahn oder kommt etwas zwischen die einzelnen Zähne, wird sich der Reißverschluss nicht richtig zuziehen lassen. Wörtlich übersetzt bedeutet Spina bifida „gespaltene Wirbelsäule“. Das Bild des defekten Reißverschlusses ist ein passender Vergleich – anstatt Zähne sind es die Wirbelbogen, die normalerweise das Rückenmark umschließen sollen und stattdessen offen bleiben. Infolgedessen werden bei der Spina bifida Rückenmark und Wirbelsäule nicht vollständig geschlossen. Diese Art der Fehlbildung wird auch als Neuralrohrdefekt bezeichnet. Bei der Geburt ist eine offene Wunde am Rücken im Bereich der Wirbelsäule sichtbar. Bei Spina bifida werden die Nervenbahnen beschädigt oder sie entwickeln sich fehlerhalt.

Folgen von Spina bifida

Wie schwerwiegend die Folgen von Spina bifida sein können, ist schwer vorauszusagen. Generell kann man sagen: Je kleiner der Spalt, desto weniger gravierend die Folgen. Das Rückenmark funktioniert ähnlich wie ein Telefonkabel – es leitet Informationen vom Gehirn in die einzelnen Körperteile. Wenn es beschädigt ist, werden Informationen fehlerhaft oder womöglich gar nicht weitergeleitet. Dies hat weitreichende Folgen:

•Lähmungen und Taubheit können im Bereich unterhalb der Wunde auftreten und können Gesäß, Beine und Füße, aber auch Blase und Schließmuskel betreffen.
•Die Fähigkeit, den Stuhlgang und den Urinabgang selbst zu regulieren, geht verloren. Dies führt zu Inkontinenz
•Wird die Inkontinenz nicht pfleglich behandelt, können Schäden an Blase und Nieren entstehen.
•Der Abzugskanal der Flüssigkeit, die das Gehirn und das Rückenmark umgibt, könnte blockiert sein, wodurch ein Hydrocephalus (Wasserkopf) entsteht.

Warum kommt Spina bifida in Entwicklungsländern so häufig vor?

Spina bifida ist die Folge von Vitaminmangel (speziell von Folsäure) bei Müttern während der Schwangerschaft. Aufgrund der unausgeglichenen, schlechten Ernährung von Menschen in Entwicklungsländern kommt Spina bifida dort wesentlich häufiger vor als in der westlichen Welt.

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